BBT1 mit Erasmus+ wieder in Dänemark
Vom 02.11. bis zum 14.11.2025 hat das erste Ausbildungsjahr der Informationstechnischen Assistenten (schulische Ausbildung, Klasse BBT1) bereits zum zweiten Mal an einem zweiwöchigen Lehrgang an der EUC Syd, unserer Partnerschule in Sønderborg, Süddänemark, teilgenommen. In der ersten Woche wurden die Schüler von Ansgar Elberfeld und Jens Streblow begleitet. Zum Wochenende haben wir Lehrkräfte dann gewechselt, und Adil Chaibi sowie Kai Lüning haben die Betreuung übernommen. Die Anreise erfolgte mit dem Zug über Hamburg, Flensburg und Tinglev.
In der ersten Woche bauten die Schüler eine Platine mit mehreren LEDs, einer 7-Segment-Anzeige, einem lichtabhängigen Widerstand, einem Buzzer, einer Programmierschnittstelle und als Herzstück einem ATMEGA328P-Mikrocontroller auf. Dazu wurden Lochplatinen vorbereitet, mit Bauteilen bestückt und verlötet. An den Abenden folgte wieder Ansgars berüchtigter Poker-Crashkurs für die Schüler.
Am Freitag fand der Wechsel der Lehrkräfte statt, sodass unsere Schüler in der zweiten Woche von Adil und Kai betreut wurden. Zunächst stand jedoch das Wochenende an. Auf der einen Seite erhielten die Schüler Freiraum, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Auf der anderen Seite haben wir auch gemeinsam gegessen und waren in einem Escape Room sowie auf einer Bowlingbahn.
Kai war zum ersten Mal dabei, weshalb Adil eine kleine Stadtführung gab. Wir nutzten die freie Zeit, um die nähere Umgebung zu erkunden, darunter das Schloss Sønderborg mit einer sehr interessanten Ausstellung über die Geschichte des Ortes und das deutsch-dänische Grenzgebiet. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass Sønderborg für seine Größe (rund 28.000 Einwohner) einiges zu bieten hat. Neben dem Schloss gibt es dort einen Universitätsstandort und ein Hotel mit Aussichtsplattform (siehe Bild). Auch die Restaurantdichte in der Innenstadt ist durchaus bemerkenswert.
In der zweiten Woche stand die Programmierung der Platinen auf dem Programm. Zunächst mussten einige Schüler jedoch noch Fehlersuche üben. Wir Lehrkräfte wurden unterdessen von den Lehrer-Platinen mit einem „HALLO ADIL“ auf der 7-Segment-Anzeige begrüßt. Ein „K“ lässt sich auf einer 7-Segment-Anzeige leider nicht darstellen…
Während einige Schüler noch Kurzschlüsse und kalte Lötstellen beseitigten, durften die anderen in der Zwischenzeit bereits das Programmieren an einem Arduino üben. Als es dann an die Programmierung der eigenen Platine ging, gab es schnell buntes Blinken und wildes Piepen. Die Schüler erkannten schnell, dass die KI durchaus in der Lage ist, funktionierenden Code zu schreiben. An einem Nachmittag gab es zudem eine Führung durch das örtliche Radiomuseum, die für uns extra auf Deutsch gehalten wurde. Der Unterricht fand hingegen auf Englisch statt, wobei die Schüler sich über den zweiwöchigen Zeitraum gut damit zurechtfanden.
Der Lehrgang wurde von Leif Bitsch, einem gelernten Radio- und Fernsehtechniker sowie langjährigem Lehrer an unserer Partnerschule, durchgeführt. Trotz seines Alters war er noch voll auf der Höhe, und man konnte spüren, dass er für das Thema Elektronik brennt. Bei einigen Rundgängen durch die Schule konnten wir uns ein Bild von der dortigen hervorragenden Ausstattung machen. Zudem wurde uns einiges über das Berufsbildungssystem in Dänemark erzählt. So haben die Berufsschulen dort mehrere Standorte und einen sehr großen Einzugsbereich. Deshalb findet dort auch Blockunterricht statt. In der Schule waren in der Zeit sogar Schüler von den Färöer-Inseln. Alles in allem war es eine sehr gelungene Fahrt nach Dänemark, bei der unsere Schüler nicht nur fachliche Fertigkeiten, sondern auch wichtige Erfahrungen auf dem Weg ins Erwachsenwerden gesammelt haben. Wir freuen uns bereits auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
K. Lüning









