Future Hub 2026 in Marrakesch: Gemeinsam Zukunft gestalten
Der Future Hub 2026 in Marrakesch stand ganz im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. Schulen, Hochschulen und Praxispartner aus Deutschland und Marokko kamen zusammen, um gemeinsam Antworten auf zentrale Zukunftsfragen zu entwickeln. Im Fokus standen Themen wie nachhaltiger Umgang mit Wasser und Energie, die Förderung zukunftsrelevanter Kompetenzen sowie innovative Bildungsformate, die junge Menschen dazu befähigen, aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Anders als klassische Konferenzen setzte der Future Hub auf gemeinsames Arbeiten statt auf reine Diskussionen. Lehrkräfte, Schulleitungen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Umweltsektor entwickelten gemeinsam Ideen und Lösungsansätze. Den Auftakt bildete die Abschlussveranstaltung des deutsch-marokkanischen Schüleraustauschs zum Thema Wasserverschwendung, die eindrucksvoll zeigte, wie internationale Zusammenarbeit bereits auf Schulebene gelingen kann.
Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation der Schülerinnen und Schüler, die aus ihrer Sicht die wichtigsten Nachhaltigkeitsziele vorstellten. Dabei rückten insbesondere die Themen Wasser, Bildung und Geschlechtergerechtigkeit in den Mittelpunkt. Mit ihrem Engagement und ihrer Begeisterung machten sie deutlich, welche Bedeutung diese Themen für die junge Generation haben.
Praxisnah wurde es beim Lernparcours, in dem deutsch-marokkanische Teams technische Zusammenhänge erklärten und eigene Projekte präsentierten. Der Parcours verdeutlichte, wie Lernen durch gemeinsames Entwickeln und Vermitteln von Wissen greifbar wird. Gleichzeitig wurde er als offenes Konzept verstanden, das künftig weiter ausgebaut werden soll.
Die inhaltliche Arbeit konzentrierte sich auf mehrere Workshops. Dort diskutierten die Teilnehmenden Fragen der internationalen Zusammenarbeit sowie der Berufsorientierung und Kompetenzentwicklung. Trotz unterschiedlicher fachlicher und sprachlicher Hintergründe gelang es, innerhalb kurzer Zeit gemeinsame Ergebnisse zu erarbeiten. Besonders wertvoll erwies sich dabei die Vielfalt der Perspektiven, die stets auf gemeinsame Ziele ausgerichtet wurde.
Weitere Impulse lieferten Besuche an der Universität Cadi Ayyad, dem Forschungszentrum CNEREE sowie einer regionalen Kläranlage. Dabei wurde deutlich, dass Wasser weit mehr ist als eine natürliche Ressource. Es ist ein zentraler Bestandteil moderner Infrastruktur und eine der entscheidenden Zukunftsfragen beider Länder. Technische Lösungen existieren bereits vielfach – entscheidend ist jedoch, Menschen zu qualifizieren und ihnen die notwendigen Kompetenzen für deren Anwendung zu vermitteln.
Im weiteren Verlauf entstanden beim Bildungsverein AESVT konkrete Projektideen mit praktischem Umsetzungspotenzial. Besonders die interkulturelle Zusammenarbeit wurde als wichtiger Erfolgsfaktor hervorgehoben. Aus dem Austausch entwickelten sich erste Vorhaben, die über die Veranstaltung hinaus weiterverfolgt werden sollen.
Den Abschluss der Woche bildete ein Treffen im Wassermuseum. Dort wurde ein Memorandum of Understanding vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Es bildet die Grundlage für einen langfristigen, nicht-kommerziellen Bildungsverbund, der auf Freiwilligkeit, gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Interessen basiert. Die beteiligten Institutionen signalisierten ihre Unterstützung und bekräftigten ihren Willen zur weiteren Zusammenarbeit.
Der Future Hub 2026 hat damit gezeigt, wie internationale Bildungskooperation konkret gestaltet werden kann. Aus Begegnungen entstanden Ideen, aus Diskussionen wurden Projekte und aus ersten Kontakten entwickelte sich ein Netzwerk, das auch in Zukunft gemeinsam an Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen arbeiten will.
A. Chaibi









































